Diese rotblühende Rosskastanie hat Stress. Sie setzt im Herbst eine Blüte an. Auch die vielen Flechten, zeigen nicht, dass der Baum gesund ist.

Stadtbäume im Arsenal: Unsere natürliche Klimaanlage braucht Schutz

Unser herzlicher Dank gilt Alexander Mayr-Harting, von der Initiative Zukunft Stadtbaum der am 18. September 2026 auf Einladung der Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Siegrid Widhalm mit interessierten Bewohner:innen eine Baumführung durch das Arsenal durchführte. Seine fachkundigen Erläuterungen und die zahlreichen Beispiele direkt vor Ort haben eindrucksvoll gezeigt, welch wichtige Rolle Stadtbäume für unser Mikroklima und unsere Lebensqualität spielen. Die Führung hat aber auch verdeutlicht, dass der langfristige Erhalt gesunder Bäume nicht selbstverständlich ist, sondern fachgerechte Pflege, regelmäßige Kontrollen und das Engagement von Eigentümer:innen, Stadtverwaltung und Bürger:innen gleichermaßen erfordert.

Wer an einem heißen Sommertag durch das Arsenal geht, spürt sofort den Unterschied: Unter einem großen Baum ist es deutlich kühler als auf versiegelten Flächen oder in der prallen Sonne. Stadtbäume sind weit mehr als ein schöner Anblick. Sie spenden Schatten, verbessern die Luftqualität, senken die Umgebungstemperatur und erhöhen die Lebensqualität für alle Bewohner:innen.

Wenn die Sommer immer heißer werden, sind gesunde Bäume ein unverzichtbarer Teil der städtischen Infrastruktur. Sie sind natürliche Klimaanlagen, die weder Strom verbrauchen noch zusätzliche Kosten verursachen. Umso wichtiger ist es, bestehende Bäume zu schützen und junge Bäume fachgerecht zu pflegen.

Wiens Bäume leisten Schwerstarbeit

Während in Österreichs Wäldern rund 65 heimische Baumarten wachsen, sind es in Wien über 500 verschiedene Gattungen, Arten und Sorten von Bäumen. Betrachtet man rein die übergeordneten Baumarten, so sind es rund 150, die das Wiener Stadtbild prägen. Diese Vielfalt macht die Stadt widerstandsfähiger gegen Schädlinge, Krankheiten und die Folgen des Klimawandels, sofern die Bäume nicht in Monokulturen gepflanzt werden, wie das in Alleen oft der Fall ist.

Ein einzelner Großbaum kann an heißen Tagen mehrere Hundert Liter Wasser verdunsten. An heißen, trockenen und windigen  Sommertagen verdunsten fünf bis zehn Liter Wasser pro Quadratmeter Boden! Dadurch wird die Umgebung gekühlt und das Mikroklima verbessert. Jeder Baum, der verloren geht, bedeutet weniger Schatten, mehr Hitze und damit eine geringere Lebensqualität für die Menschen im Grätzel.

Nicht jeder Baum ist klimafit

Der Klimawandel verändert auch die Anforderungen an jene Baumarten, die in Wien gepflanzt werden.

Viele bekannte Arten wie Birken, Bergahorne, Linden, Kastanien, Spitzahorne etc. geraten zunehmend unter Hitzestress. Deshalb werden sie heute oft nicht mehr nachgepflanzt. Stattdessen setzt man verstärkt auf Baumarten, die mit langen Trockenperioden und hohen Temperaturen besser zurechtkommen.

Ein Beispiel dafür sind die türkischen Baumhaseln beim Heeresgeschichtlichen Museum, die hier wahrscheinlich seit Errichtung des Kasernenareals regelmäßig gepflanzt werden. Sie stammen ursprünglich aus wärmeren Regionen und gelten als vergleichsweise hitzeresistent. Auch Zürgelbäume, Lederhülsenbäume (Gleditschien), Japanischer Schnurbaum, neue Lindensorten etc. gewinnen im Großraum Wien an Bedeutung. Sie wachsen rasch, vertragen Hitze gut und übernehmen eine wichtige Beschattungsfunktion. Damit schützen sie nicht nur Menschen, sondern auch empfindlichere Baumarten vor extremer Sonneneinstrahlung.

Viele Bäume sterben nicht am Klima, sondern an mangelnder Pflege

So wichtig der Klimawandel als Herausforderung ist: Nicht jeder kranke oder abgestorbene Baum ist automatisch ein Opfer steigender Temperaturen.

Alexander Mayr-Harting weist darauf hin, dass viele Schäden vermeidbar wären. Zu den häufigsten Problemen zählen unzureichende Bewässerung, fehlende Weißanstriche zum Schutz der Rinde, Beschädigungen durch Fadenmäher, zu kleine Baumscheiben sowie ungeeignete Bodenverhältnisse. Auch Streusalz belastet viele Bäume erheblich.

Das führt zu einer wichtigen Erkenntnis: Wer neue Bäume pflanzt, muss auch dafür sorgen, dass sie überleben. Eine Baumpflanzung allein reicht nicht aus. Entscheidend ist die Pflege in den ersten Jahren. Das Pflanzen ,klimafitter‘ Baumarten entbindet die Verantwortlichen nicht von der Verpflichtung regelmäßiger Pflege.

Ein grüner Baum ist nicht automatisch ein gesunder Baum

Für viele Menschen sieht ein Baum gesund aus, solange er im Frühjahr austreibt und eine grüne Krone trägt. Tatsächlich kann dieser Eindruck täuschen.

Baumexpert:innen können mit modernen Untersuchungsmethoden feststellen, ob ein Baum im Inneren bereits Schäden aufweist. Dabei kommen unter anderem Schall- oder Ultraschallmessungen zum Einsatz, mit denen Hohlräume, Fäulnis oder strukturelle Schwächen im Stamm sichtbar gemacht werden können. Ein Baum kann daher äußerlich vital wirken und dennoch im Inneren bereits stark geschädigt sein.

Ebenso wichtig ist die fachgerechte Behandlung von Schnittstellen nach dem Entfernen größerer Äste. Wird ein Ast korrekt abgeschnitten und ist der Baum gesund, bildet sich rund um die Wunde neues Gewebe. Die Schnittstelle wird im Laufe der Jahre überwachsen und verschlossen. Ein gesunder Astschnitt ist hart, trocken und zeigt eine gute natürliche Wundheilung.

Während der Baumführung im Arsenal zeigte uns Alexander Mayr-Harting mehrere Beispiele für gut verheilte und problematische Schnittstellen. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich sich Wunden entwickeln können. Manche verheilen vollständig, andere bleiben über Jahre offen und bieten Pilzen, Fäulnis und Krankheitserregern Angriffsflächen.

Besondere Aufmerksamkeit verdient dabei die große Platane vor dem WIFO-Gebäude. Dort ist eine ältere Schnittstelle sichtbar, die laut Alexander Mayr-Harting bereits Hohlräume aufweist und nicht mehr vollständig verheilt ist. Ob und in welchem Ausmaß dadurch die Standfestigkeit des Baumes beeinträchtigt wird, kann allerdings nur durch eine fachliche Untersuchung beurteilt werden. Das Beispiel zeigt jedoch, wie wichtig regelmäßige Baumkontrollen und professionelle Baumpflege sind.

Die ersten fünf Jahre entscheiden über die Zukunft eines Baumes

Junge Bäume benötigen während ihrer Anwuchsphase besondere Aufmerksamkeit. Diese dauert in der Regel zwei bis fünf Jahre.

Gerade in dieser Zeit sind regelmäßige Bewässerung, ausreichend Wurzelraum und ein gesunder Boden entscheidend. Fehlende Pflege führt oft dazu, dass Jungbäume wenige Jahre nach der Pflanzung wieder ersetzt werden müssen. Das verursacht zusätzliche Kosten und verzögert den dringend benötigten Aufbau neuer Baumkronen.

Gießsäcke haben sich dabei als einfache und wirksame Bewässerungshilfe bewährt. Sie sollten jedoch im Winter entfernt werden, da sich sonst Feuchtigkeit stauen und Schimmel am Stamm oder im Boden bilden kann. Im Frühjahr sollten sie wieder angebracht und je nach Witterung regelmäßig befüllt werden. Im Schnitt 1x pro Woche, bei anhaltenden Hitze- & Trockenperioden sogar 2x pro Woche.

Ebenso wichtig ist der Weißanstrich junger Stämme. Er schützt die Rinde vor starken Temperaturschwankungen und verhindert Sonnenbrand-Schäden mit nachfolgendem Schädlingsbefall.. Im Winter kann sich die Südseite eines Stammes stark erwärmen, während auf der Schattenseite gleichzeitig Minusgrade herrschen.

Kastanien unter besonderem Druck

Besonders deutlich werden die Auswirkungen von Hitze und Schädlingsbefall bei den weißblühenden Rosskastanien.

Die Kastanien-Miniermotte befällt die Blätter der Bäume. Ihre Larven fressen Gänge im Blattgewebe, wodurch sich die Blätter bereits im Sommer braun verfärben, vorzeitig vertrocknen und oft schon Wochen vor dem Herbst abfallen. Dadurch verliert der Baum einen Teil seiner „Kraftwerke“, mit denen er durch Photosynthese die Energie für Wachstum und Winterruhe erzeugt.

Zusammen mit den immer heißeren und trockeneren Sommern führt dieser Stress häufig zu einer sogenannten Notblüte. Die Kastanie treibt dann zwischen August und Oktober/November (je nach Witterung) ein zweites Mal aus und bildet erneut Blüten. Was auf den ersten Blick schön aussieht, ist in Wirklichkeit ein Warnsignal: Der Baum verbraucht wertvolle Energiereserven, die er eigentlich für den Winter benötigen würde.

Kommt es anschließend zu Frost, können die jungen Triebe und Blüten geschädigt werden. Für den Baum bedeutet dies zusätzlichen Stress und eine weitere Schwächung.

Ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Kastanien ist die fachgerechte Entsorgung des befallenen Herbstlaubs. In den abgefallenen Blättern überwintern die Puppen der Miniermotte und können im nächsten Frühjahr erneut ausschlüpfen. Werden die Blätter einfach liegen gelassen oder kompostiert, kann sich der Schädlingsbefall weiter ausbreiten.

Auch wir können Bäume schützen

Nicht alle Schäden entstehen durch Wetter oder Schädlinge. Viele Belastungen lassen sich vermeiden.

Beschädigungen durch Fadenmäher verletzen die Rinde und öffnen Krankheitserregern Tür und Tor. Schutzmanschetten oder Zäune im unteren Stammbereich (sind im Gartencenter oder Baumarkt günstig zu erwerben!) können hier wirksam helfen.

Ein weiterer Stressfaktor ist Hundeurin. Die Schäden zeigen sich häufig durch helle Verfärbungen im unteren Stammbereich. Wer darauf achtet, dass Hunde nicht an Bäumen urinieren, leistet einen einfachen, aber wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Stadtbäume. Auch hier helfen Schutzzäune, die das Risiko auf eine größere Fläche verteilen.

Wer ist verantwortlich?

Vielen Bewohner:innen ist nicht bekannt, dass das Wiener Baumschutzgesetz auch auf privaten Grundstücken gilt.

Werden geschützte Bäume nicht gepflegt oder zeigen deutliche Schäden, können Missstände über die App „Sag’s Wien“ gemeldet werden. Wird eine Meldung mit dem Hinweis auf Privatgrundstück abgelehnt, sollte auf die Geltung des Baumschutzgesetzes hingewiesen werden. Wichtig ist, dran zu bleiben und nicht aufzugeben und sich durch solche standardisierte Meldungen der Stadt Wien nicht verunsichern zu lassen:

,Die von Ihnen gemeldete Fläche befindet sich nicht in Erhalt oder Verwaltung der Stadt Wien. Aktuell sind durch den Magistrat keine Maßnahmen notwendig. Bitte wenden Sie sich direkt an die Liegenschaftseigentümerin bzw. an den Liegenschaftseigentümer.‘

Darüber hinaus haben Bürger:innen das Recht zu erfahren, wem ein Baum gehört beziehungsweise wer für seine Pflege verantwortlich ist. Werden Schäden dauerhaft ignoriert, können auch Umweltanwaltschaft, Volksanwaltschaft und der Wiener Stadtrechnungshof eingeschaltet werden.

Denn Bäume sind kein Privatvergnügen einzelner Eigentümer. Sie verbessern das Klima für alle Menschen im Arsenal und in der Stadt. Wer einen Baum vernachlässigt, beeinträchtigt damit auch die Lebensqualität seiner Nachbarschaft.

Ein Vorbild für das Arsenal: „Grau wird Grün“

Im 15. Bezirk zeigt die Initiative „Grau wird Grün“, wie Bürger:innen aktiv zum Erhalt von Stadtbäumen beitragen können. Dabei geht es um mehr Begrünung, Gießpatenschaften und die Sensibilisierung der Bevölkerung für die Bedeutung gesunder Stadtbäume.

Ein ähnliches Modell könnte auch im Arsenal funktionieren. Gemeinsam könnten Bewohner:innen, Eigentümer:innen und die Stadt Wien dazu beitragen, dass junge Bäume die entscheidenden ersten Jahre überstehen.

Fazit: Bäume brauchen mehr als Pflanzaktionen

  • Das Arsenal braucht nicht nur neue Bäume, sondern vor allem gesunde Bäume.
  • Die größte Gefahr ist oft nicht die Hitze allein, sondern mangelnde Pflege, fehlende Kontrollen und fehlende Verantwortung. Wer heute in den Schutz und die Pflege von Stadtbäumen investiert, sorgt dafür, dass das Arsenal auch morgen noch lebenswert, schattig und klimafit bleibt.
  • Klimafitte Stadtbäume brauchen mehr als schöne Pflanzaktionen für Presseaussendungen. Entscheidend sind regelmäßige Kontrollen, ausreichend Bewässerung, fachgerechte Pflege und Transparenz darüber, wer für die Erhaltung der Bäume verantwortlich ist. Nur so bleibt das Arsenal auch in Zukunft ein lebenswerter und klimafitter Stadtteil.

Stadtbäume sind keine Dekoration. Sie sind Teil unserer Daseinsvorsorge – für unsere Kinder und Enkelkinder. Entsprechend ernst sollten Politik, Verwaltung, Eigentümer:innen und wir alle mit ihnen umgehen. 🌳

Weiterführende Informationen:

Für den städtischen Raum in Wien und damit auch im Arsenal gelten heute vor allem jene Baumarten als besonders klimafit, die Hitze, Trockenheit und versiegelte Böden gut vertragen:

Besonders klimafite Baumarten

🌳 Türkische Baumhasel (Corylus colurna)

Bereits im Arsenal beim Heeresgeschichtlichen Museum vorhanden. Sehr hitze- und trockenheitsverträglich. Relativ robust gegenüber Schädlingen. Gut für Straßen und Plätze geeignet.

🌳 Zürgelbaum bzw. Europäischer Zürgelbaum (Celtis australis)

Stammt aus südlicheren Regionen Europas. Verträgt Hitze und Trockenheit sehr gut. Wächst rasch und spendet viel Schatten. Wird in Wien zunehmend gepflanzt.🌳

 🌳Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia)

Sehr trockenheitsresistent. Gut für den Klimawandel geeignet. Wenig anfällig für Krankheiten.

🌳Feldahorn (Acer campestre)

Deutlich robuster als Berg- oder Spitzahorn. Hitze- und trockenheitsverträglich. Wertvoll für die Biodiversität.

🌳 Gleditschie oder Lederhülsenbaum (Gleditsia triacanthos)

Kommt mit Hitze und Trockenheit sehr gut zurecht. Wird häufig als Zukunftsbaum bezeichnet. Lockeres Blätterdach sorgt für angenehmen Schatten.

🌳 Schnurbaum (Sophora japonica bzw. Styphnolobium japonicum)

In Wien bereits weit verbreitet. Verträgt Sommerhitze hervorragend. Blüht im Hochsommer, wenn viele andere Bäume bereits unter Trockenstress leiden.

🌳 Blumenesche (Fraxinus ornus)

Trockenheitsverträglich. Kompakter Wuchs. Besonders für Stadtlagen geeignet.

🌳 Ungarische Eiche (Quercus frainetto)

Sehr hitzeresistent. Kommt mit Trockenheit besser zurecht als viele heimische Eichenarten. Zukunftsbaum für wärmere Stadtgebiete.

Weniger klimafite BaumartenFolgende Arten geraten in Wien zunehmend unter Stress:

  • Birke
  • Bergahorn
  • Spitzahorn
  • Rosskastanie
  • Rotbuche
  • Fichte (im Stadtgebiet praktisch nicht mehr zukunftsfähig)
  • Einige Pappelarten

Was ist wichtiger als die Baumart?

Eine interessante Erkenntnis aus der modernen Stadtbaumpflege ist: Der beste Baum nützt wenig, wenn er nach der Pflanzung nicht gepflegt wird.

Viele Jungbäume sterben nicht wegen der Hitze allein, sondern wegen fehlender Bewässerung, zu kleiner Baumscheiben, ungeeigneter Böden, beschädigter Wurzeln, mangelnder Pflege in den ersten fünf Jahren.

Deshalb sprechen Baumexperten heute oft von der „richtigen Baumart am richtigen Standort“. Eine gut gepflegte Baumhasel wird jahrzehntelang Schatten spenden. Ein schlecht gepflegter Zukunftsbaum kann hingegen bereits nach wenigen Jahren wieder verloren gehen.

Für das Arsenal wären nach heutigem Wissensstand besonders türkische Baumhaseln, Zürgelbäume, Hopfenbuchen, Schnurbäume und trockenheitsresistente Eichenarten interessante Kandidaten für Nachpflanzungen. Sie verbinden hohe Klimafitness mit guter Beschattungswirkung und einer vergleichsweise hohen Widerstandsfähigkeit gegenüber den zunehmenden Hitzewellen in Wien. 🌳

Der deutschsprachige Artikel wurde auf Basis eigener Notizen und mit Unterstützung von Microsoft 365 Copilot redaktionell überarbeitet. Die englische Übersetzung wurde mit Microsoft 365 Copilot erstellt. Danke an DI Alexander Mayr-Harting für die Korrekturen und Ergänzungen.

Bildnachweis und Copyright der Fotos: Christine Reiterer


City Trees in the Arsenal: Our Natural Air Conditioning Needs Protection

Our sincere thanks go to Alexander Mayr-Harting from the Zukunft Stadtbaum Initiative, who led a tree tour through the Arsenal on 18 September 2026. The tour was organized by Deputy District Chairwoman Siegrid Widhalm and attended by interested local residents.

Through his expert explanations and many practical examples, Alexander Mayr-Harting showed how important urban trees are for our microclimate and quality of life. The tour also made it clear that healthy trees do not survive automatically. They need professional care, regular inspections, and the commitment of property owners, public authorities, and citizens alike.

Why Urban Trees Matter

Anyone walking through the Arsenal on a hot summer day can immediately feel the difference. The air under a large tree is much cooler than on paved surfaces or in direct sunlight.

Urban trees are much more than beautiful scenery. They provide shade, improve air quality, reduce temperatures, and make our neighbourhoods more pleasant places to live.

As summers become hotter, healthy trees are an essential part of urban infrastructure. They work like natural air conditioners without consuming electricity or creating additional costs. This is why protecting existing trees and properly caring for young trees is so important.

Vienna’s Trees Work Hard

Austria’s forests contain about 65 native tree species. Vienna, however, is home to more than 500 different tree species, varieties, and cultivars. Looking only at the main tree species, about 150 help shape Vienna’s cityscape.

This diversity makes the city more resilient to diseases, pests, and climate change, especially when trees are not planted in large monocultures.

A single large tree can evaporate several hundred litres of water on hot days. On hot, dry, and windy summer days, five to ten litres of water can evaporate from each square metre of soil. This cools the surrounding area and improves the local climate.

Every tree that is lost means less shade, more heat, and a lower quality of life for local residents.

Not Every Tree Is Climate-Resilient

Climate change is also changing the requirements for the trees planted in Vienna.

Many familiar species, such as birch, sycamore maple, lime trees, horse chestnuts, and Norway maples, are increasingly suffering from heat stress. As a result, they are often no longer replanted.

Instead, more attention is given to species that can better cope with long dry periods and high temperatures.

One example is the Turkish hazel trees near the Museum of Military History. These trees originate from warmer regions and are considered relatively heat tolerant. Other species gaining importance around Vienna include hackberry trees, honey locusts, Japanese pagoda trees, and new varieties of lime trees.

These species grow well in hot conditions and provide valuable shade. They protect not only people but also more sensitive tree species from intense sunlight.

Many Trees Die Because of Poor Care

Although climate change is a major challenge, not every dead or damaged tree is a victim of higher temperatures.

Alexander Mayr-Harting points out that many problems could be avoided. Common issues include:

  • insufficient watering
  • lack of white trunk paint to protect the bark
  • damage caused by string trimmers
  • planting pits that are too small
  • unsuitable soil conditions
  • road salt damage

This leads to an important conclusion:

Planting a tree is only the beginning. The most important part is caring for it during its first years.

A Green Tree Is Not Always a Healthy Tree

Many people assume a tree is healthy if it grows leaves in spring and has a green crown. In reality, this can be misleading.

Tree experts use modern diagnostic methods, including sound and ultrasound testing, to identify internal damage. These methods can reveal cavities, rot, and structural weaknesses inside the trunk.

As a result, a tree may look healthy from the outside while already being seriously damaged internally.

Professional pruning is also important. When large branches are removed correctly and the tree is healthy, new tissue forms around the wound and gradually closes it. However, poorly healed wounds can remain open for years and become entry points for fungi, rot, and disease.

During the tour, several examples of well-healed and poorly healed pruning wounds were examined.

Particular attention was given to the large plane tree in front of the WIFO building. According to Alexander Mayr-Harting, an old pruning wound there has already developed cavities and has not fully healed. Whether this affects the tree’s stability can only be determined through professional examination. The example highlights the importance of regular inspections and professional tree care.

The First Five Years Are Crucial

Young trees require special attention during their establishment phase, which usually lasts between two and five years.

Regular watering, sufficient root space, and healthy soil conditions are essential during this time. Without proper care, young trees often need to be replaced only a few years after planting.

Watering bags have proven to be a simple and effective solution. However, they should be removed during winter to avoid moisture build-up and mould. In spring they should be reinstalled and filled regularly, usually once per week and twice per week during prolonged hot and dry periods.

White paint on young trunks is equally important. It protects the bark from extreme temperature changes and prevents sunburn damage that can later attract pests.

Horse Chestnuts Under Pressure

The impact of heat and pests can be seen particularly clearly in the white-flowering horse chestnut trees.

The horse chestnut leaf miner attacks the leaves. Its larvae create tunnels inside the leaf tissue, causing leaves to turn brown, dry out, and fall prematurely.

As a result, the tree loses part of its ability to produce energy through photosynthesis.

Combined with increasingly hot and dry summers, this can trigger a second flowering period between August and November. While this may look attractive, it is actually a warning sign. The tree uses energy reserves that it should be saving for winter.

If frost follows, the new shoots and flowers may be damaged, causing even more stress.

One important measure is the proper disposal of infected autumn leaves. The pest overwinters in fallen leaves and can reappear the following spring if the leaves are left on the ground or composted.

How We Can Help Protect Trees

Not all damage is caused by weather or pests.

Damage from string trimmers can injure the bark and allow diseases to enter the tree. Protective guards or small fences around the trunk can help.

Dog urine can also stress trees. Damage often appears as light-coloured areas near the base of the trunk. Preventing dogs from urinating directly on trees is a simple but effective way to protect them.

Who Is Responsible?

Many residents do not know that Vienna’s Tree Protection Act also applies to private property.

If protected trees are neglected or show obvious damage, residents can report concerns through the city’s „Sag’s Wien“ app. If a report is rejected because the tree stands on private property, citizens should point out that the Tree Protection Act still applies.

Citizens also have the right to know who owns a tree and who is responsible for its maintenance.

If problems continue to be ignored, the Environmental Ombudsman’s Office, the Austrian Ombudsman’s Board, or the Vienna Court of Audit can also be contacted.

Trees are not merely a private matter. They improve the climate and quality of life for everyone. Neglecting a tree can affect the entire neighbourhood.

A Good Example: “Grey Becomes Green”

In Vienna’s 15th district, the initiative „Grey Becomes Green“ shows how citizens can actively support urban trees.

The initiative promotes:

  • more green spaces
  • tree watering partnerships
  • public awareness about the importance of healthy urban trees

A similar model could also work in the Arsenal. Residents, property owners, and the City of Vienna could work together to help young trees survive their most critical early years.

Conclusion

Healthy urban trees need much more than planting campaigns.

  • The Arsenal needs not only more trees, but healthy trees.
  • Lack of care and responsibility often causes more damage than heat alone.
  • Climate-resilient trees require regular inspections, sufficient watering, professional care, and clear responsibility for maintenance.

Urban trees are not decoration. They are an essential part of public infrastructure and an investment in the wellbeing of future generations. 🌳

Climate-Resilient Tree Species for Vienna

The following tree species are considered particularly suitable for hot and dry urban conditions:

Highly Climate-Resilient Trees

  • Turkish Hazel (Corylus colurna)
  • European Nettle Tree (Celtis australis)
  • Hop Hornbeam (Ostrya carpinifolia)
  • Field Maple (Acer campestre)
  • Honey Locust (Gleditsia triacanthos)
  • Japanese Pagoda Tree (Styphnolobium japonicum)
  • Manna Ash (Fraxinus ornus)
  • Hungarian Oak (Quercus frainetto)

Tree Species Increasingly Under Stress

  • Birch
  • Sycamore Maple
  • Norway Maple
  • Horse Chestnut
  • European Beech
  • Spruce
  • Some Poplar Species

The Right Tree in the Right Place

Modern urban forestry has taught us an important lesson:

Even the best tree species will not survive without proper care.

Many young trees do not die because of heat alone. They die because of insufficient watering, poor soil, damaged roots, tree pits that are too small, and a lack of care during their first five years.

This is why experts often talk about „the right tree in the right place.“ A well-maintained Turkish hazel can provide shade for decades. A neglected climate-resilient tree may be lost within only a few years.

For future plantings in the Arsenal, Turkish hazels, European nettle trees, hop hornbeams, Japanese pagoda trees, and drought-resistant oak species appear to be particularly promising choices. They combine strong climate resilience with excellent shade and good resistance to Vienna’s increasingly frequent heat waves. 🌳

The German article was edited based on personal notes with the support of Microsoft 365 Copilot. The English translation was created using Microsoft 365 Copilot. Our sincere thanks to DI Alexander Mayr-Harting for his corrections and valuable additions.

Photo credits and copyright: Christine Reiterer